Der Seiler und die Seilerin stellen Seile verschiedenster Art und für verschiedenste Zwecke her. Sie fertigen daraus Schiffstaue für Bootsanker oder Stahlseile für Drahtseilbahnen. Sie stellen Seile für Fischernetze, Treppengeländer oder Strickleitern her. Sie verarbeiten unterschiedliche Werkstoffe z.B. Naturfasern wie Leinen, Hanf, Sisal oder Kunstfasern wie Polyamid oder metallischen Draht. Je nach Verwendungszweck des Seils wählen sie zunächst das passende Material und Zubehör aus. Dann planen sie sorgfältig die einzelnen Arbeitsschritte und entscheiden sich für die geeignete Konstruktionstechnik. Sie spulen Faser- oder Drahtbündel auf Maschinen und drehen sie an Seilschlagmaschinen zu Litzen zusammen. Dann verdrehen sie wiederum mehrere Litzen miteinander, wodurch das fertige Seil entsteht. Sie verflechten die Enden und spulen die Seile auf Trommeln auf oder verpacken sie in verkaufsgerechte Einheiten.
Während der Arbeiten führen die Seiler und Seilerinnen regelmäßig Qualitätskontrollen durch und testen die Zug- und Reißfestigkeit der Seile. Sie dokumentieren alle Arbeitsschritte genau. Das Dokumentieren ist wichtig, damit man auch später noch die einzelnen Produktionsschritte nachvollziehen kann, z.B. um sicher zu gehen, dass ein Seil auch wirklich für einen bestimmten Zweck geeignet ist.