BERUFSAUSBILDUNG LOHNT SICH!
V-ZUG AG, 6300 Zug
Herr Dr. Jürg Werner, Direktionspräsident V-ZUG AG
Wir haben folgende Fragen gestellt:
1. Lohnt es sich für Jugendliche immer noch eine Berufsausbildung zu machen?
2. Lohnt es sich für Ihr Unternehmen Berufsnachwuchs auszubilden?
3. Stimmt die Aussage von Benjamin Franklin auch heute: «Investitionen in Wissen und Ausbildung bringen immer noch die besten Zinsen.»
4. Was können/sollen die Lehrkräfte in Zukunft unternehmen, um ihre Schüler besser auf die Anforderungen der Berufswelt vorzubereiten?
«Zu unserer Firmenkultur gehört die gezielte Förderung von engagierten und talentierten Mitarbeitenden, welche über sich hinsauswachsen wollen
und Freude an Leistung, Erfolg und persönlicher Weiterentwicklung haben!»
1. In unserem Industrieunternehmen beschäftigen wir 700 Mitarbeitende mit einer Berufsausbildung, 150 mit einer an die Berufslehre anschliessenden Zusatzausbildung an einer Fachhochschule, 250 Hilfskräfte und lediglich 10 Akademiker. Fachkräfte mit einer Berufslehre sind für uns auch in Zukunft die Basis für Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service unserer qualitativ hochwertigen Haushaltgeräten.
2. Wir bilden zurzeit 60 Lehrlinge in 10 verschiedenen Berufen aus. Viele dieser Lehrlinge verbleiben nach der Lehre in unserem Unternehmen oder kommen nach Jahren Praxiserfahrung bzw. mit einer Fachhochschulausbildung wieder in unsere Firma zurück. Die praxisbezogene Ausbildung (Dualsystem) ist für die Industrie ein unabdingbares Erfordernis.
3. Die Aussage von Benjamin Franklin «Investitionen in die Ausbildung tragen die besten Zinsen» stimmt heute mehr denn je. Nebst der Grundausbildung ist die dauernde Weiterbildung in der heutigen hochtechnisierten Welt ein absolutes Muss für jeden Mitarbeitenden. Unser Unternehmen investiert jährlich grosse Mittel an Zeit und Finanzen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden.
4. Damit junge Menschen gut auf die Berufswelt vorbereitet sind, erachten wir es als wichtig, dass die Lehrkräfte den Fokus auf den Grundlangekenntnissen wie Mathematik, Deutschkenntnisse, Leseverständnis setzen, das vernetzte Denken in Projektarbeiten unterstützen und die Sozialkompetenzen wie Benehmen, Leistungsbereitschaft, Durchhaltewille etc. fördern. Wichtig ist, den Schülern die Attraktivität der Berufslehre mit Berufsmatura als Gegenpol zur Gymnasium-Ausbildung aufzuzeigen.