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1. Eine gute Berufsausbildung ist auch in der heutigen Zeit eine solide Basis, auf der aufgebaut werden kann und die eine Weiterentwicklung im Beruf möglich macht. Die neuen Ausbildungskonzepte einer modernen Berufslehre stellen wesentlich mehr als eine reine Lehre dar. Sie sind umfassend und fördern neben der nach wie vor unentbehrlichen Fach- auch die Methoden- und Sozialkompetenz. Die jungen Menschen erfahren in einer betrieblichen Umgebung das reale Berufsleben und lernen schon früh, selbständig Verantwortung zu übernehmen. Das Schweizer Berufsbildungssystem ist so aufgebaut, dass verschiedene Wege zum selben Ziel führen können. Lehrabsolventen z.B. können bei Vorhandensein der entsprechenden Voraussetzungen ein Fachhoch- oder Universitätsstudium anschliessen. Für den FH-Zugang ist eine Berufsmatur notwendig. Aufbauend auf der Berufslehre bietet Roche daher das in dieser Art einzigartige Programm «Lehre+1» an, mit dem sich die Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen in einem Vollschuljahr zu attraktiven Konditionen die Berufsmatur aneignen können. Sie bleiben während dieser Zeit Roche-Angestellte und werden weiter fachlich und persönlich betreut. Nach der Berufsmatur wechseln viele der Absolventen an eine Fachhochschule und erwerben ein Diplom. Dieses Beispiel zeigt: Selten war eine Berufslehre attraktiver als heute. Aufbauend auf einer soliden beruflichen Grundausbildung stehen dem Lehrabsolventen viele Wege auch zu akademischen Abschlüssen offen. Wer keine Berufsmatur und Fachhochschule besuchen möchte, hat aber ebenfalls viele Gelegenheiten, sich weiterzuentwickeln. Neben einer grossen Anzahl beruflicher, innerbetrieblich oder extern durchgeführter Weiterbildungsangebote bietet sich in vielen Berufen die Möglichkeit, eine höhere Fachprüfung abzulegen, die zu einem eidgenössischen Diplom führt. Wir unterstützen auch diese Ausbildung und fördern unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei diesem Vorhaben. Entsprechendes Engagement und kontinuierliche, gezielte persönliche sowie berufliche Weiterentwicklung vorausgesetzt, sind für Lehrabsolventen interessante Karrieren und die Übertragung von Führungsverantwortung ohne weiteres möglich. Selbstverständlich sind heute – mehr denn je – ausgebildete Berufsleute für die Firmen unerlässlich. Die Komplexität der Anforderungen z.B. in Forschung, Entwicklung und Produktion bedingen eine optimale Zusammenarbeit von Akademikern mit hervorragendem theoretischen Hintergrundwissen und von solide ausgebildeten Berufsleuten mit praktischer Handlungskompetenz.
2. Für ein weltweit tätiges chemisch-pharmazeutisches Unternehmen wie Roche sind gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Als zukunftsorientierte Firma nimmt Roche den bildungspolitischen Auftrag ernst und fördert insbesondere auf dem Werkplatz Schweiz auch die Lehrlingsausbildung. So vermittelt Roche in der Region Basel über 300, in Rotkreuz ca. 40 jungen Menschen eine erstklassige, solide industrielle Berufsausbildung in naturwissenschaftlich-technischer, handwerklicher und kaufmännischer Richtung. Eine Berufslehre bei Roche ist nicht nur eine Lehre, sondern eine breite und umfassende Grundausbildung fürs Leben, auf der später im Rahmen der beruflichen und persönlichen Fortbildung und Entwicklung in allen Kompetenzbereichen aufgebaut werden kann. Die Mittel, die Roche jährlich für die systematische Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen aufbringt, betrachten wir als Investition in die Zukunft.
3. Nicht auch, sondern gerade in «sparsamen» Zeiten ist es erfolgskritisch, über hervorragend ausgebildete, motivierte Mitarbeiter zu verfügen, denn in konjunkturell schlechten Zeiten kann es sich keine Unternehmung leisten, z.B. Ausschuss zu produzieren bzw. Produkte minderer Qualität anzubieten. Unternehmen, die den Fehler machen, ihre Ausbildungsanstrengungen je nach Wirtschaftslage stark zu variieren, und die nur in wirtschaftlichen «Schönwetterperioden» in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter investieren, sind unglaubwürdig und laufen der Entwicklung immer hinterher. Ausbildungsinvestitionen müssen stattdessen kontinuierlich getätigt werden, da sie nur dann nachhaltig und langfristig reiche Früchte tragen.
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