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1. Die handwerklichen Berufe, die laufend Veränderungen unterworfen sind und damit einhergehend zunehmend höhere Anforderungen an die Fachkräfte stellen, stellen eine echte Alternative zu Studienberufen dar. Was die Carrosseriebranche im Speziellen betrifft, sind auch in Zukunft die gut ausgebildeten Fachkräfte tonangebend und tragen zum Betriebserfolg bei. Dies natürlich unter Mithilfe verfeinerter oder neuer Arbeitstechniken. Um aber das geforderte Niveau halten zu können, sind Weiterbildung und die Auseinandersetzung mit dem «Neuen» unerlässlich. Das am 1. Januar 2004 in Kraft tretende neue Berufsbildungsgesetz bildet die Voraussetzung für attraktive Berufslehren mit entsprechenden Weiterbildungsmöglichkeiten. Bereits heute sind die Karrierestufen «Berufsprüfung» und «höhere Fachprüfung» für geeignete Berufsleute erstrebenswert. Die Berufsmatura und damit verbunden der freie Übertritt ins erste Semester einer Fachhochschule steigern die Attraktivität eines Einstiegs in eine Berufslehre. Den gesellschaftlichen Status erarbeitet sich jede/ jeder selbst. Dass in der heutigen Gesellschaft die Ausgangslage dafür mit einem akademischen Titel besser scheint, ist Tatsache. Aber viele Beispiele zeigen, dass auch Personen mit einer handwerklichen Ausbildung angesehene Plätze in der Gesellschaft haben und z.B. in einem Gemeinderat sitzen oder Präsident des lokalen Gewerbeverbandes sind. Handwerkerinnen und Handwerker werden besonders geschätzt, wenn man sie benötigt!
2. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zum Thema «Kosten und Nutzen der Lehrlingsausbildung» zeigt, dass sich die Lehrlingsausbildung für ein Unternehmen lohnt. Allerdings darf nicht rein der finanzielle Aspekt in Betracht gezogen werden. Noch viel wichtiger ist der indirekte Nutzen. Ein Betrieb, der regelmässig Lehrlinge ausbildet, dürfte kaum Rekrutierungsprobleme haben. Denn er kann auf ihm bekannte Lehrabsolventen zurückgreifen und spart u.a. Insertionskosten und Zeit für die Selektion. Im Weiteren bringen Lehrlinge auch Wissen aus der Berufsschule und dem Einführungskurs in den Betrieb ein. Die Bereitschaft eines Betriebes, Lehrlinge auszubilden, ist auch ein Bestandteil des Firmenimages (Vertrauen, Kompetenz und eine moderne Personalpolitik).
3. Unabhängig von der Wirtschaftlage soll sich ein Handwerksbetrieb, wenn er in allen Belangen die Voraussetzungen dazu hat, Lehrlinge ausbilden. Um in handwerklichen Berufen erfolgreich zu sein, benötigen die Jugendlichen handwerkliches Geschick und gute schulische Kenntnisse. Im internationalen Vergleich ist die Schweiz auch im handwerklichen Bereich erfolgreich. An den vergangenen Berufsweltmeisterschaften (IBW) sind Medaillenträgerinnen und -träger hervorgegangen. Ein Beweis für unser Berufsbildungssystem, welches die sog. «Meisterlehre» in den Vordergrund stellt. Die Aussage, «Handwerk hat einen goldenen Boden», hat nach wie vor für den Tüchtigen Gültigkeit.
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