|
1. Swisscom braucht Nachwuchsmitarbeitende, die mit den raschen technologischen Veränderungen und den daraus resultierenden veränderten Kundenbedürfnissen gewandt und sicher umzugehen wissen – junge Persönlichkeiten also, deren Handlungskompetenz nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern auch auf konkreter Praxiserfahrung basiert. Deshalb scheint uns – trotz der in den letzten Jahren auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt abnehmenden Anzahl von Lehrabschlüssen (bei gleichzeitig steigender Zahl der gymnasialen Maturitäten) – die Berufslehre nach wie vor ein wichtiger Zugang ins Erwerbsleben zu sein. Kaum bestritten ist die Ausgestaltung der Berufslehre nach dem bewährten dualen Prinzip (Ergänzung von betrieblicher und schulischer Ausbildung). Mit der Berufsmaturität (BM) ist der berufsbildende Weg in den letzten Jahren zusätzlich attraktiver gemacht worden: Sowohl im technischen wie auch im kaufmännischen Bereich hat sich die BM etabliert. Eine im Jahr 2000 initialisierte, von Prof. Rolf Dubs präsidierte Arbeitsgruppe hatte zur Aufgabe, konkrete Vorschläge zu unterbreiten, wie die Passerelle von der Berufsmatur zur Gymnasialmatur sowie die Zulassung von Inhabern und Inhaberinnen einer Berufsmatur zu universitären Hochschulen künftig geregelt werden soll. Das vorliegende Arbeitsergebnis «Passerelle von der Berufsmaturität zur gymnasialen Matura und zur allgemeinen Hochschulreife» zeigt, dass die Berufslehre in den letzten Jahren mancherorts einen Imagezuwachs erfahren hat.
2. Unbedingt! Die Berufsbildung nimmt bei Swisscom einen wichtigen Stellenwert ein; die Lehre ist der erste Schritt zur Bildung der Berufsleute von morgen. Die Gründe, warum Swisscom Lehrlinge ausbildet, sind nicht nur wirtschaftliche – unsere Aufgabe ist es, lernenden Menschen Ausbildungsplätze für die Zukunft anzubieten. Wir überprüfen daher laufend bestehende und neue Berufsbilder: Welche Berufsfelder werden in unmittelbarer Zukunft noch aktuell sein – welche entstehen neu? So war Swisscom massgeblich an der Förderung des noch jungen Berufsbildes des Mediamatikers beteiligt; seit 1998 bieten wir hierfür Ausbildungsplätze an. Insgesamt bilden wir rund 900 Lehrlinge in den folgenden sechs Berufsbildern aus: Informatiker/in, Kaufmann/Kauffrau, Mediamatiker/in, Detailshandelsangestellte/r, Elektroniker/in und Telematiker/in sind im aktuellen Berufsbildungsportfolio. Das Lehrstellenangebot konnte gegenüber den Vorjahren leicht gesteigert werden!
3. Man könnte Franklins’ Äusserung ergänzen mit folgender Aussage: «Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt!» Der Werkplatz Schweiz lebt von gut ausgebildeten Arbeitnehmern. Wir – die Unternehmen – bilden heute die Nachwuchskräfte aus, welche der Arbeitsmarkt von morgen braucht. Deshalb sollte in konjunkturell schwierigeren Zeiten nicht primär bei der Grundausbildung gespart werden. Allerdings müssen sich die Jugendlichen auch bewusst sein, dass das Lernen nach einer Berufsausbildung nicht zu Ende ist, sondern gerade erst begonnen hat. Kaum jemand wird in dem Beruf pensioniert werden, den er einmal erlernt hat. Nebst einer ausgeprägten Selbstkompetenz ist also das verinnerlichte Bewusstsein zum lebenslangen Lernen eine der Schlüsselkompetenzen für die Arbeitsmarktfähigkeit der Zukunft.
|