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1. Ich bin überzeugt, dass sich eine Berufslehre heute wie in Zukunft immer mehr lohnt. Weshalb? Die Kompetenzen, die man sich einerseits im fachlichen Bereich, aber auch im Bereich der Sozialkompetenzen (Umgang mit älteren, erfahrenen Mitarbeiter/innen am Arbeitsplatz, in der Berufsschule im EK und je nach Beruf im Kontakt mit Kunden Lieferanten und ... Konkurrenten) holt, sind unschätzbar und bringen für das aktive Berufsleben sehr viel. Mit den heutigen modernen Ausbildungsmethoden, wo nicht nur stur Fertigkeiten antrainiert werden, sondern wo auch auf die Vermittlung der oben erwähnten Komponenten und zusätzlich der Methodenkompetenz sehr viel Gewicht gelegt wird, profitieren die jungen Leute enorm. Die Berufslehre ist auch längst nicht mehr eine vermeintliche Karriere-Sackgasse, sondern eigentliches Sprungbrett. Im Anschluss an die Grundbildung stehen je nach Neigungen, Eignungen und Fähigkeiten auf den verschiedenen Weiterbildungsebenen bis hinauf zur Fachhochschule alle Türen offen. Die Wirtschaft im Allgemeinen bietet heute viele Grundbildungen, die der universitären Vorbildung – der Matur also – ebenbürtig sind. Als Beispiele seien hier Informatiker/in, Mediamatiker/in, Multimediagestalter/in und Polygraf/in erwähnt. Mit aller Kraft muss einer «Akademisierung» der Berufswelt entgegengewirkt werden. Sicher haben wir akademische Funktionen auf verschiedensten Ebenen unserer Volkswirtschaft nötig. Ebenso werden wir aber auch in Zukunft unsere beruflich geschulten Fachleute brauchen und ganz speziell auch die, welche sich nach einer beruflichen Grundbildung weitergebildet haben.
2. Nach wie vor benötigen wir in unserer vielschichtigen Wirtschaft gut geschulte Fachleute. Es steht ausser Zweifel, dass unsere Unternehmungen heute und auch in Zukunft den Willen zum Ausbilden haben müssen und – davon bin ich überzeugt – auch haben werden. Nur mit einer kontinuierlichen Ausbildung von beruflichem Nachwuchs kann unsere Volkswirtschaft überleben. Eine vom BBT in Auftrag gegebene Studie hat zudem ergeben, dass für die meisten Betriebe die Ausbildung von beruflichem Nachwuchs auch wirtschaftlich interessant ist. Zudem weiss man, dass wer ausbildet, normalerweise auch einen Return in dem Sinne erwarten kann, dass die einst ausgebildeten Berufsleute vielfach zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Betrieb zurückkehren.
3. Seit Jahren empfehlen wir unseren Mitgliederbetrieben gerade auch in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten und konjunktureller Flauten, Lehrstellenplätze anzubieten und im Sinne eines antizyklischen Verhaltens für die Zeiten vorzusorgen, wo einem die qualifizierten Fachleute aus den Händen gerissen werden. Und diese Zeiten haben wir immer wieder. Auch wenn wir uns derzeit in einer doch eher depressiven Wirtschaftsphase bewegen, müssen wir vorsorgen und nach Möglichkeit junge Berufsleute ausbilden. Das nächste Hoch kommt bestimmt wieder!
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