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Wie werden all die chemischen Produkte, Wirkstoffe für Medikamente, Farbstoffe, Düngemittel, Kunststoffe, Kosmetika usw. hergestellt? Eine Frage, die die Chemikantin und der Chemikant leicht beantworten können. Sie arbeiten in der Fabrikationsabteilung chemischer Industriebetriebe und stellen auf den unterschiedlichsten Apparaturen und Anlagen chemische Stoffe her. Rohstoffe richten sie in vorgeschriebenen Mengen her, laden sie in die jeweiligen Gefäße der Produktionsanlage, stellen die Maschine für den chemischen Prozess ein und überwachen sie. Bei abweichenden Werten regulieren sie Einstellungen, greifen bei Störungen sofort ein und finden einen Weg zu ihrer Behebung. Alles wird protokolliert. Das fertige Produkt füllen die ChemikantInnen in Behälter ab und beschriften sie exakt. Ein gutes Team ist fähig, einen ganzen Prozessablauf ohne Störungen durchzuführen. Ein großer Teil dieser Arbeit ist Bildschirmarbeit. Auszubildende müssen also vor allen Dingen Freude an Bildschirmarbeit haben. Die mehrmonatige Grundausbildung findet im Ausbildungslabor statt; dort werden die Auszubildenden allmählich an Laborgeräte, Versuche, analytische und präparative Chemie wie auch physikalische Messtechnik herangeführt. Auch später finden in diesem Ausbildungslabor immer wieder Fachkurse von einigen Wochen statt. Die Ausbildung wird durch die Möglichkeit, sich durch verschiedene Pflicht- und Wahlqualifi-kationseinheiten zu spezialisieren, individualisiert. Dadurch kann man sowohl den Bedürfnissen der Auszubildenden wie auch denen des Betriebes besser entgegenkommen. Berufsübergreifende Qualifikationen, Gruppenarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit werden betont.
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