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Polstermöbel gibt es ""erst"" einige Jahrhunderte. Früher waren die Polster meist aus Leder, deshalb arbeiteten meist Sattler und Gerber an ihrer Herstellung; später auch Täschner und Schuhmacher. Doch dann kamen immer mehr andere Materialien dazu: Die Polsterin und der Polsterer wurden die neuen Fachleute für die sachgerechte Verarbeitung all dieser Materialien. Dank ihrer gründlichen Materialkenntnisse treffen sie jeweils die richtige Auswahl für ein Möbelstück in Betracht der gewünschten Funktionen. Sie besprechen sich auch mit Designern und Gestellbauern. Das traditionelle Rosshaar z.B. zum Füllen ist heute weit gehend durch verschiedene synthetische Materialien ersetzt. Das kreative Aufteilen eines Polsters oder Bezuges in ganz bestimmte Formen, ornamental oder zur Auflockerung, ist ein Höhepunkt der Arbeit! PolsterInnen restaurieren auch Möbel. Die Kenntnisse der PolsterInnen in Anatomie und Physik garantieren, dass sie ihre Möbel körpergerecht bauen. Spezielle Bedeutung haben dabei in den letzten Jahren die Rücken-gerecht entwickelten Möbel bekommen. Das spielt heute eine bei den meisten Sitz- und Liegemöbeln eine Rolle, wie sehr sie körpergerecht gefertigt sind: Stühle (speziell Bürostühle), Betten, Matratzen, Sofas, Sessel usw. Der Einsatz neuer Technologien, neuer Werkstoffe und Fertigungsverfahren sowie der Logistik ist selbstverständlich geworden. Es wird auf gute Arbeitsorganisation und -planung, betriebliche Prozessdatenerfassung und -bearbeitung, Qualitätssicherung und auch den Umweltschutz geachtet.
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