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Der Pharmakant und die Pharmakantin arbeiten in der Produktion von Arzneimitteln: Sie pflegen, steuern und überwachen die meist computergesteuerten Maschinen und Anlagen, die Dragees, Tabletten, Pulver, Tropfen, Salben und Pasten herstellen. Sie verwenden so genannte Dragierkessel mit Sprüheinrichtungen oder Coating-Anlagen: So werden die von der Tablettenpresse gewonnenen Tablettenkerne mit einer Schicht überzogen – damit wird der Tablettenkern zum Dragee. Je nach Art der Beschichtung löst es sich bereits im Magen oder erst im Dünndarm auf. Wenn Störungen bei den Maschinen und Anlagen auftreten, beheben die PharmakantInnen sie so schnell wie möglich, denn jede Minute Produktionsausfall kostet viel Geld. Doch die Ursache solcher Störungen herauszufinden ist manchmal nicht einfach. PharmakantInnen trennen und vereinen ferner feste und flüssige Stoffe, wobei es immer auf hohe Genauigkeit ankommt. Sie müssen also äußerst präzis arbeiten. Ihre Produkte, die Impfstoffe, Tabletten, Gele usw. entscheiden oft weitreichend über die Gesundheit der KäuferInnen, u.U. über Leben und Tod. Auch das richtige Verpacken und Lagern von Arzneimitteln gehört zu den Aufgaben der PharmakantInnen. Hier richten sie sich nach der EU-Richtlinie zur GMP (Good Manufacturing Practice) und anderen einschlägigen Gesetzen und Richtlinien. Erst das sachgerechte, d.h. stoß- und wassersichere Verpacken macht aus den unverpackten Arzneimitteln, den sog. Halbfabrikaten, Fertigprodukte. Als (Erst-)Verpackung können Gläser, Folien, Tuben, Dosen dienen. Mit Form-, Füll- und Verschließmaschinen bringen die PharmakantInnen die Halbfabrikate in die Erstverpackung. Besondere Aufmerksamkeit richten sie bei der Konstruktion der Behälter auf die Sicherheitsverschlüsse für Kinder! Schließlich achten sie darauf, dass die Verpackungen auch alle Angaben enthalten, die vom Arzneimittelgesetz festgelegt sind – wie Bezeichnung, Zulassungsnummer und Verfallsdatum.
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