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Ruhig, voll und wohltönend klingt die Stimme. Langsam und deutlich spricht er die Handlungsanweisungen, Wort um Wort. Jeder kann gut folgen. Der Feldenkraislehrer und die Feldenkraislehrerin wissen, wie wichtig das für den Erfolg jedes einzelnen Teilnehmers und des ganzen Kurses ist. Die Kursteilnehmer liegen jeder auf einer Gymnastikmatte oder Decke, hören intensiv zu und führen dann die erklärten Bewegungen aus. Alle Übungen werden ruhig und langsam, ohne Hast und Druck ausgeführt. Jeder verfährt nach seinem eigenen Tempo, lauscht in sich hinein, wie weit sein Körper eigentlich gehen will. Durch dieses ruhige, behutsame Vorgehen geschehen erstaunliche Dinge: Keiner überfordert sich, keiner tut sich weh – im Gegenteil: viele erzielen unerwartete, höchst erfreuliche Ergebnisse. Das Vorgehen beruht auf Mosche Feldenkrais, einem jüdischen Physiker, der1943 in England mit dieser sanften Form der Körperarbeit begann. Er wollte damit »Bewusstheit durch Bewegung« (1949) wecken.
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