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Den Charakter eines Menschen anhand seiner Schriftzüge zu entziffern ist das erklärte Ziel der GraphologInnen. So wünschen viele Personalchefs zu einer Bewerbung jeweils auch eine handschriftliche Beilage. Die Schreibrichtung der Buchstaben, die Höhe der Oberlängen (Großbuchstaben) und Unterlängen (z.B. Buchstabe g oder j) im Verhältnis zum Normalbuchstaben, die Zeilenausrichtung (nach oben, normal = parallel zum Papierrand, nach unten) – sie alle sagen etwas über den Schreibenden aus. Diese Aussage bewegt sich meist zwischen zwei Polen, wie etwa »sorgsam mit Geld« bis »knauserig« oder »großzügig« bis »verschwenderisch«. Um dann genau zuordnen zu können, in welche Richtung die Tendenz geht, also ob eher zum Positiven oder doch gefährlich zum Negativen, ist unbedingt das persönliche Gespräch nötig – vielleicht auch Tests. GraphologInnen erfüllen also eine Teilfunktion, sie tätigen gewisse Vorabklärungen. Zur Gesamtbeurteilung eines Menschen bedarf es unbedingt weiterer Untersuchungen.
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