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LerntherapeutInnen sind Spezialisten für psychologisch bedingte Lernprobleme. Wenn Kinder oder Jugendliche z.B. Probleme haben, allein die Schulaufgaben zu lösen, wenn sie unruhig am Bleistift knabbern und alle Naslang wieder ein anderes Ablenkungsmanöver bringen (Kaugummi, Papiertaube, keine Hefte oder Stifte dabei usw.) – dann liegt ein Problem vor. Dann gilt es zunächst Vertrauen zu schaffen. Ohne Vertrauen ist alles nichts. Das Vertrauen in den Therapeuten, z.B. nicht ausgelacht zu werden, auch nicht bei der vermeintlich dümmsten Frage oder der zigsten Wiederholung! Liegt Vertrauen vor, wird der Lernende von sich aus seine Ängste ansprechen: Scheidung der Eltern, verschmähte Liebe, Halbwissen in der Sexualität (»Ist Onanieren nicht doch schädlich?«). Verständnisvoll wendet sich der Lerntherapeut dem Jugendlichen zu. So sprechen sie schließlich über die konkreten Probleme, die vor dem Lernen stehen. Wenn diese Probleme angegangen werden, geht das Lernen auch wieder besser.
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