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Manche Kinder stottern, lispeln, nuscheln oder haben sonst irgendwelche Probleme mit der Sprache. Beim Stottern z.B. wird der Redefluss behindert – durch Blockaden, Dehnungen oder Wiederholungen von Wortteilen. Dabei verkrampft sich das Gesicht durch die große Anstrengung oder Kopf, Arm und Oberkörper bewegen sich mit. Hier z.B. beim Stottern versucht die Logopädin, nicht nur über die Mundwerkzeuge zu arbeiten, sondern auch über das Verdeutlichen der Auslöser-Situationen (»Immer, wenn ich Angst habe ... «).
Manche Erwachsene haben andere Probleme mit ihrer Stimme, sie werden schnell heiser und können sich nicht mehr Gehör verschaffen. Nach Unfällen oder Schlaganfällen können Erwachsene sogar ganz die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten verlieren. Man nennt das Aphasie (griech. »ohne Sprache«). Ein Mensch, der Aphasie hat, muss sein Sprechvermögen und Sprechverständnis wieder völlig neu erlernen! Die Logopädin ist seine Lehrerin auf diesem Weg zurück zur Sprache. Es geht wirklich nur um die Sprache. Die Intelligenz, das Denkvermögen der Aphasiker ist nicht eingeschränkt.
Die Aufgabe von LogopädInnen (»Logos« - das Wort) ist es, durch eine gezielte Behandlung die Sprechfähigkeit von Patienten aller Altersstufen wiederherzustellen. LogopädInnen versuchen, die sprachlichen Fähigkeiten (z.B. Lautbildung, Wortschatz) und stimmlichen Fähigkeiten (z.B. die Belastbarkeit der Stimme) zu verbessern, damit die Patienten im Schul- oder Arbeitsalltag bestehen können. In der Regel kommen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen eine Stunde pro Woche zur Therapie. Sie werden vom Arzt überwiesen. LogopädInnen arbeiten selbständig in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt und den Angehörigen der Patienten.
LogopädInnen beraten z.B. auch zweisprachige Familien, wie sie am besten mit dieser Zweisprachigkeit umgehen können. Sie geben ihnen klare Regeln, damit die Kinder genau wissen, woran sie sich halten können.

 
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