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Bergvermessungstechniker/in
Bergvermessungstechniker / Bergvermessungstechnikerin
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Die Bergvermessungstechnikerin und der Bergvermessungstechniker vermessen Bergwerke – sowohl über Tage wie unter Tage. Da Gruben, Schächte und Gänge oft eng und niedrig, arbeiten sie zum Teil in gebückter Haltung. Durch Schutzkleidung wie Helm, Atem- und Gehörschutz sind sie vor Stein- und Kohlenfall, Gesteinsstaub, Gasen und Lärm geschützt. Vor Ort vermessen sie Länge, Neigung und Höhe einer Grube oder eines Abbaugeländes. Die Höhenlage von Vermessungspunkten bestimmen sie mit z.B. Messbändern, Messfernrohren, Tachymetern(Messgeräte für Geländeaufnahmen: Richtungen, Entfernungen und Höhenunterschieden) oder Nivelliergeräten. Bei ihren Messungen suchen sie zunächst Festpunkte (Vermarkungen) zur Orientierung. Vermarkungen bestehen meist aus einer Metall-, Stein- oder Beton-Marke. Anhand der Unterlagen wird zunächst geprüft, ob die Lage dieser Vermarkungen unverändert geblieben ist.
Aufgrund der Messungen erstellen BergvermessungstechnikerInnen Grundrisse, Quer- und Längsschnitte. Darüber hinaus geben sie Aufschluss über die Art des Gesteins und den Umfang der vorhandenen Rohstoffe. All diese Daten sind sehr wichtig, um den Umfang der Förderwürdigkeit eines Bergwerks zu bestimmen und auch wie viele Arbeitskräfte man einsetzen muss.
Die Messungen im Freien finden meist auf einem unwegsamen Gelände statt und BergvermessungstechnikerInnen sind deshalb voll der Witterung – Wind, Kälte, Nässe, Hitze – ausgesetzt. Dieser Beruf ist kein (wirklicher) Büroberuf!
Wenn es um die Erschließung neuer Lagerstätten oder Umsiedlungen geht - also großräumige Vermessungen – verdeutlichen BergvermessungstechnikerInnen ihre Untersuchungsergebnisse manchmal durch Luft- oder Satellitenaufnahmen. Sie halten sich stets an die behördlichen Vorschriften für ihre Arbeiten, also an das Bundesberggesetz oder das Vermessungs- und Katastergesetz, und arbeiten mit amtlichen Kartenwerken.
BergvermessungstechnikerInnen arbeiten in der Vermessungsabteilung von Bergwerksbetrieben. Die Übertragung der Messdaten in Zeichnungen und Pläne geschieht elektronisch, ebenso wie die Datenerfassung, Datenauswertung und Datensicherung.

 
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