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Wenn man einen neuen Werkstoff entdeckt und ihn z.B. für den Flugzeugbau verwenden will, weil er so leicht und doch widerstandsfähig scheint, so kann der Werkstoffinformatiker den Dingen ganz genau auf den Grund gehen. Ist dieser Werkstoff wirklich so geeignet, wie er scheint – oder scheint er eben nur so?! Mit dem Computer in sog. »virtueller Realität« spielen die WerkstoffinformatikerInnen alle nur denkbaren Situationen durch, auf die der Werkstoff als Flugzeugbaustoff in der Funktion verschiedener Bestandteile stoßen könnte. Wenn nach einer solchen totalen Prüfung keine Mängel auftreten, die das Flugzeug (resp. die Fliegenden) gefährden könnten, wird er als Werkstoff für den Flugzeugbau empfohlen werden, für Zivilflugzeuge wie auch für Militärflugzeuge. Letztere operieren oft unter erschwerten Bedingungen: z.B. hohe Unterschiede in der Temperatur innerhalb kürzester Zeit! Durch die lebensechte Simulation am Computer können hohe Kosten vermieden werden, unnötige Versuche im »realen Leben» erübrigen sich. Dafür eröffnen sich durch neue Werkstoffe immer neue Einsatzbereiche und noch kühnere, noch effektivere Konstruktionen. Praxistauglichkeit, Effizienz, Umweltverträglichkeit – alles kann kostengünstig zuvor in »virtueller Realität» geklärt werden. Der »Ernstfall» muss nicht mehr stattfinden! Ein neuer Beruf, der ein Brückenstudium zwischen Ingenieur- und Informatikstudium darstellt. Es werden hohe Anforderungen gestellt, von den Studierenden wird umfassende aktive Mitarbeit und hohes Engagement erwartet.
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