| |
|
 |
|
Wenn unser Schiff vor Anker geht, verlassen wir uns darauf, dass die Schiffstaue nicht reißen. Wenn wir mit einer Drahtseilbahn über den Abgrund schweben, verlassen wir uns darauf, dass das Seil hält. Wir vertrauen der Arbeit des Seilers und der Seilerin. Die SeilerInnen werden mit ihrer Arbeit den unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht: Sie fertigen Leinen für die Anker von Booten, Fischernetze aus Kunst- oder Naturfasern, Seile für Treppengeländer oder auch wunderbare Spielgeräte wie z.B. Strickleitern und Kletternetze. Ihre Seile und Netze werden sogar in der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt. SeilerInnen fertigen Seile aus Naturfasern wie Leinen, Hanf, Sisal oder Chemiefasern und auch aus Draht oder Edelstahl. Je nach Verwendungszweck des Seils wählen sie zunächst das passende Material und Zubehör aus. Sie planen sorgfältig die einzelnen Arbeitsschritte, entscheiden sich für bestimmte Konstruktionstechniken und dokumentieren alles ganz genau. Das Dokumentieren ist sehr wichtig, damit man auch später noch die einzelnen Produktionsschritte nachvollziehen kann. SeilerInnen fertigen die Seile und Netze nach Kundenwunsch. Sie stellen Seilverbindungen her oder setzen Mittel ein, durch die die Seile zum Anschlag kommen. Schließlich machen sie die Seile verkaufsfertig, spulen sie z.B. auf Trommeln und verpacken ihre Produkte. Dann verschicken sie sie oder montieren sie vor Ort, z.B. Taue für Schiffstakelagen. SeilerInnen arbeiten in handwerklichen oder auch in industriellen Betrieben. Sie können auch im Großhandel mit Seilereierzeugnissen tätig sein.
|
|
|
|
|