Streich- und Saiteninstrumentenbauer/in

Streich- und Saiteninstrumentenbauer/in

 
Berufsbeschreibung
Streich- und Saiteninstrumentenbauer und -bauerin fertigen und reparieren Streichinstrumente wie Geige, Cello, Kontrabass, Gambe, Gitarre, Ukulele, Laute, Mandoline, Harfe, Zither. Sie verarbeiten vor allem Ahorn- und Fichtenholz sowie Ebenholz, Palisander und Buchsbaum. Für feine Einlegearbeiten verwenden sie verschiedene weitere Materialien. Kleinere Teile, wie Kinnhalter oder Stege, beziehen sie vielfach von spezialisierten Bestandteil-Unternehmen. Leime und Lacke für die Lackierung des Instrumentes stellen sie oft selbst her.

Streich- und Saiteninstrumentenbauer führen die Arbeiten vorwiegend von Hand aus, Maschinen werden nur bei industrieller Serienfertigung eingesetzt. Darum werden an sie hohe handwerkliche und künstlerische Anforderungen gestellt. Um die Wünsche der Musiker und Musikerinnen zu verstehen, müssen sie außerdem den Klang eines Instrumentes genau beurteilen und beeinflussen können.

Die meisten Betriebe sind heute weniger im Bau als in der Reparatur und Wartung der Instrumente tätig. Oft führen sie neben der Werkstätte ein Verkaufsgeschäft. Das Beraten der Kundschaft zählt dann ebenfalls zu den Aufgaben der Berufsleute.

Der Beruf kann in der Fachrichtung Streichinstrumente, Zupfinstrumente oder Bogen erlernt werden. Jedes Fachgebiet erfordert Spezialwissen und Spezialfertigkeiten.
Ausbildung Streich- und Saiteninstrumentenbauer/in
a) 3 Jahre Lehre.
b) 4 Jahre Ausbildung an der Fachschule für Kunsthandwerk, Richtung Streich- und Saiteninstrumentenerzeuger.
Anforderung
Handwerkliches Geschick, Sinn für feine Arbeit, guter Formensinn und Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Musikalität und gutes Gehör, Spielen eines Streichinstrumentes.
Entwicklungsmöglichkeiten
Streich- und Saiteninstrumentenbauer/innen brauchen viel praktische Erfahrung durch die Tätigkeit in verschiedenen Ateliers im In- und Ausland.
Meisterprüfung.

Aufstieg: eigenes Geschäft.
Berufskunde Jobmedia
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