Elternbildner/in

Elternbildner/in

 
Berufsbeschreibung
Elternbildnerinnen und Elternbildner unterstützen Eltern und Erziehende in ihren Erziehungsaufgaben. Ihre Angebote richten sich gleichermassen an werdende Eltern, Eltern mit Klein-, Schul- und jugendlichen Kindern. Dabei werden alle Familienformen und Kulturen angesprochen.
In Referaten bieten Elternbildner und Elternbildnerinnen Informationen, in Gesprächsgruppen diskutieren sie Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitsfragen. Sie sprechen Eltern auf ihre Erfahrungen und Ressourcen an, wodurch diese ihr eigenes Verhalten reflektieren und entsprechende Veränderungen unterstützt werden können.
Elternbildung ist präventiv, orientiert sich an der Lebenswelt und am Alltag der Familien und grenzt sich von Beratung, Therapie und Freizeitangeboten ab. Immer mehr Angebote finden in Regelstrukturen wie Kitas, Kindergärten und Schulen statt und erreichen so eine breitere Elternschaft.
Elternbildnerinnen und Elternbildner verfügen über Fachwissen, arbeiten mit Methoden der Erwachsenenbildung und sind mit der spezifischen Elternbildungsdidaktik vertraut. Sie gestalten und organisieren ihre Veranstaltungen selbst. Weiterbildungen, Fachliteratur und die Zusammenarbeit mit Fachleuten helfen ihnen, aktuelle Themen aus dem Sozial, Bildungs- und Gesundheitsbereich bedarfsgerecht in ihr Kursangebot aufzunehmen und zu behandeln. Die digitalen Medien erhalten immer mehr Bedeutung, inhaltlich, aber auch in der Gestaltung von Angeboten.
Ausbildung Elternbildner/in
Ca. 1 1/2 Jahre berufs- bzw. familienbegleitende Ausbildung.

Adressen

Firma / Schule Ort
Elternbildung CH Zürich
Anforderung
a) Grundausbildung in Pädagogik, Sozialpädagogik, Psychologie oder einem verwandten Gebiet. Mindestens SVEB-Zertifikat. Erfahrung im Umgang mit Kindern, Methodenkenntnisse aus der Erwachsenenbildung sowie Beratungskenntnisse über die Angebote in der Elternbildung.

b) Interessenten bzw. Interessentinnen ohne Tertiärausbildung können sich in Kursen zum/zur Elternbilder/in ausbilden lassen. Sie benötigen eine abgeschlossene berufliche Grundausbildung, mind. zwei Jahre Berufserfahrung sowie Erziehungserfahrung aus der Familienarbeit oder der Berufstätigkeit.

Interesse an psychologischen und pädagogischen Fragen und Methoden; Kontakt- und Teamfähigkeit, gute Ausdrucksmöglichkeit (mündlich und schriftlich), didaktisch-methodische Begabung, Bereitschaft zu kritischer Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, Offenheit für menschliche Probleme, Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen.
Entwicklungsmöglichkeiten
Weiterbildungen zum Kursleiter oder zur Kursleiterin von standardisierten Kursen und individuellen Angeboten sind sehr beliebt. Es gibt verschiedene Weiterbildungsanbieter.

Für Absolventinnen und Absolventen der Berufsprüfung «Ausbilder/in mit eidg. Fachausweis» stehen zusätzliche Weiterbildungen offen:

Höhere Fachprüfung (HFP):
Ausbildungsleiter/in mit eidg. Diplom.

Höhere Fachschule (HF):
Dipl. Erwachsenenbildner/in HF
Berufskunde Jobmedia
© Berufskunde-Verlag der Alfred Amacher AG, Bahnhofstrasse 28, CH-8153 Rümlang