Klärwerkfachmann/-frau BP

Klärwerkfachmann/-frau BP

Berufsbeschreibung
Klärwerkfachmänner und –frauen arbeiten für Abwasserzweckverbände, Gemeinden und zum Teil auch in Industrieanlagen. Dort sind sie für den Betrieb, die Wartung und Überwachung von kleineren bis grösseren Klärwerken und teilweise von Kanalisationsnetzen zuständig. Sie übernehmen alle damit verbundenen Unterhalts- und Kontrollaufgaben und führen die Mitarbeitenden.
Klärwerkfachleute betreiben die Siedlungsentwässerungsanlagen nach ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Sie kennen die mechanischen, physikalischen, biologischen und chemischen Reinigungsverfahren und setzen diese den ökologischen und ökonomischen Erfordernissen entsprechend ein. Die Anlagen steuern sie jeweils so, dass sie den bestmöglichen Reinigungseffekt erzielen. Als technische Fachpersonen unterhalten sie zahlreiche, elektromechanische Ausrüstungen und Installationen wie Pumpen, Räumer, Kompressoren usw.
Die Anlagen müssen ständig optimal betrieben werden, deshalb führen Klärwerkfachleute regelmässig Kontrollmessungen durch, um den Reinigungseffekt der Anlage und die Abwasserqualität zu überprüfen. Dazu erheben sie Proben und führen Laboruntersuchungen durch. Klärwerkfachleute sind auch verantwortlich für die sachgerechte Behandlung und umweltgerechte Entsorgung der Reststoffe, die bei der Abwasserreinigung anfallen.


Ausbildung Klärwerkfachmann/-frau BP
Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Modulen erworben.
Dauer: ca. 4 Jahre, berufsbegleitend (9 Blockkurse à 1 Woche, jeweils 2 Kurse pro Jahr).
Abschluss: Berufsprüfung (BP) als Klärwerkfachmann/-fachfrau mit eidgenössischem Fachausweis.



Anforderung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
Abschluss einer beruflichen Grundbildung und mindestens 3 Jahre Berufspraxis in einem Klärwerk oder mindestens 6 Jahre Berufspraxis in einem Klärwerk

Technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Unempfindlichkeit gegenüber unangenehmen Gerüchen und Arbeiten; Bereitschaft zur Übernahme verschiedenster Aufgaben, Interesse für Umweltschutz, Selbstständigkeit und Initiative, Führungsqualitäten.

Entwicklungsmöglichkeiten
Höhere Fachprüfung (HFP): z.B. Dipl. Instandhaltungsleiter/in.
Höhere Fachschule (HF): z.B. Dipl. Techniker/in HF Sanitärtechnik.
Fachhochschule: Studiengänge in verwandten Fachbereichen, z.B. Bachelor of Science (FH) in Gebäudetechnik oder Bachelor of Science (FH) in Biotechnologie.



Berufskunde Jobmedia
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