Tierpfleger/in EFZ

Tierpfleger/in EFZ

 
Berufsbeschreibung
Tierpflegerin und Tierpfleger betreuen je nach Arbeitsort und Aufgabenbereich unterschiedliche Tiere. Die berufliche Grundbildung wird darum in einer der folgenden Fachrichtungen absolviert.
a) Heimtiere: Die Tiere werden vorwiegend in einem Tierheim, in einer Kleintierklinik, in einem Zuchtbetrieb oder Hunde- und Katzensalon betreut.
b) Versuchstiere: Die Tiere werden in wissenschaftlichen Instituten betreut.
c) Wildtiere: Die Tiere werden z. B. in Tierparks, Wildparks, zoologischen Gärten oder im Zirkus betreut.

Wo auch immer Tierpflegerin und Tierpfleger arbeiten, sie wissen, was die ihnen anvertrauten Tiere brauchen. Sie beobachten und überwachen die Tiere. Veränderungen im Verhalten, Aussehen oder im Gesundheitszustand sehen sie schnell und treffen die notwendigen Massnahmen. Sie füttern und tränken die Tiere, pflegen sie, säubern sie, schoren oder trimmen ihr Fell oder schneiden ihre Krallen. Sie beschäftigen sich mit den Tieren, achten darauf, dass die Tiere Bewegung haben und möglichst artgerecht gehalten werden. Kranke Tiere versorgen sie nach Weisungen des Tierarztes. Je nach Arbeitsplatz ziehen sie auch Jungtiere auf. Der Hauptteil ihrer Tätigkeit besteht allerdings aus Reinigungsarbeiten: Sie putzen und desinfizieren Käfige und Gehege und versorgen die Tiere mit frischer Streu. Sie warten auch die Geräte und Einrichtungen. Im Zoofachgeschäft, im Tierheim oder im Zoo haben sie Kontakt zur Kundschaft, die sie fachgerecht informieren können. Da die Tiere sieben Tage die Woche und manchmal auch rund um die Uhr versorgt werden müssen, sind die Arbeitszeiten mehr oder weniger unregelmässig.
Ausbildung Tierpfleger/in EFZ
3 Jahre berufliche Grundbildung. Sie besteht aus zwei Jahren grundlegender Bildung und einem Jahr differenzierter Bildung in der Fachrichtung.

Die Fachrichtung wird im Lehrvertrag festgehalten: Heimtiere, Versuchstiere oder Wildtiere.

Es gibt nur wenige Ausbildungsplätze. Berufsfachschule ist 1 Tage pro Woche in Olten oder Winterthur. Überbetriebliche Kurse ergänzen die praktische Bildung.

Erwachsene mit Berufserfahrung in der Tierpflege können die Lehrabschlussprüfung nachholen.
Anforderung
Abgeschlossene Volksschule.

Tierliebe und gute Beobachtungsgabe, Freude an praktischer und körperlicher Tätigkeit, Zuverlässigkeit, ruhige Wesensart, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, gute Konstitution und Gesundheit, keine Allergien.

Sinnvoll ist, mit einer Schnupperlehre die Tätigkeit kennenzulernen, da oft idealisierte Berufsvorstellungen bestehen.

Einige zoologische Gärten und Tierparks verlangen eine abgeschlossene berufliche Grundbildung, z. B. als Gärtner/in oder Schreiner/in.
Entwicklungsmöglichkeiten
Verbandsdiplom als Hundecoiffeur/-euse.
Führen eines eigenen Tierheimes, Katzen- und Hundesalons.
In zoologischen Gärten: Reviertierpfleger/in, Obertierpfleger/in.
In der Versuchstierhaltung: Gruppenleiter/in, Cheftierpfleger/in.
Ausbildung als Zootechniker/in oder Tierpflegemeister/in in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden möglich.
Berufskunde Jobmedia
© Berufskunde-Verlag der Alfred Amacher AG, Bahnhofstrasse 28, CH-8153 Rümlang