Ägyptologe/-login

Ägyptologe/-login

Berufsbeschreibung
Wer dieses »Orchideenfach« (da so exotisch, klein) wählt, muss sich bewusst sein, dass ihm später nur ein sehr begrenzter Arbeitsmarkt offen stehen wird. Als Studierender allerdings darf er sich intensiver Betreuung gewiss sein, denn oft sind nur wenige Studenten an einem Institut der Ägyptologie, und der Professor und seine Mitarbeiter können sich wirklich persönlich um jeden kümmern. Auch zeichnet sich die ägyptologische Forschung häufig durch Interdisziplinarität und Internationalität aus. Oft sind diese kleinen Institute gerade das Aushängeschild der Universität!

Im Studium der Ägyptologie geht es zunächst vorwiegend um das Erlernen der Sprache, die sich in mehreren Phasen von Altägyptisch über Mittelägyptisch zu Neuägyptisch, Demotisch und Koptisch entwickelt hat. Außerdem erlernt man die Hieroglyphen und die Schreibschrift Hieratisch. Gleichermaßen wird die Kenntnis der Literatur, Kunst und Architektur, der Religion, Geschichte und Kultur vermittelt – eben alles, was über diese großartige Hochkultur inzwischen bekannt geworden ist.
Ausbildung Ägyptologe/-login
8–12 Semester: Hochschulstudium; Diplom- oder B.A.-Abschluss; für eine Diplom- oder Bachelorarbeit kann man z.B. den Text einer alten Papyrusrolle herausgeben, also übersetzen und kommentieren. Für eine Doktorarbeit kann man z.B. Steinblöcke, die man in Ausgrabungen gefunden hat, zu ursprünglichen Bauten rekonstruieren.
Anforderung
Abitur.

Geduld, Vorstellungsvermögen, Interesse an alten Kulturen, Aufgeschlossenheit, praktisches Geschick (Ausgrabungen), Durchhaltevermögen, fundierte Kenntnisse in Englisch, Französisch und einer weiteren (lebendigen) Sprache.
Entwicklungsmöglichkeiten
Forscher/in, Dozent/in, Autor/in, Professor/in.
Berufskunde Jobmedia
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