Fluggerätelektroniker/in

Fluggerätelektroniker/in

Ersetzt Elektroniker/in für luftfahrttechnische Systeme
Berufsbeschreibung
Elektroniker und Elektronikerin für luftfahrttechnische Systeme sind verantwortlich für die Herstellung, Instandhaltung und Aufrüstung von Luftfahrzeugen und ihre gesamten Systeme. Das heißt, sie bauen z.B. elektronische Anlagen in die Fluggeräte ein, dies stets unter Einhaltung aller Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen, oder prüfen pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronische Komponenten. Treten in den Systemen Störungen auf, setzen die Elektroniker der Luftfahrttechnik ihre ganze Spitzfindigkeit ein, um den Fehler zu orten. Erst wenn die Ursache einwandfrei behoben ist, werden die Systeme wieder übergeben. Auch planen, überwachen und steuern sie ganze Produktionsabläufe. Dabei haben sie nicht selten am Computer zu tun. Sie arbeiten selbständig, häufig im Team und sprechen sich mit den Fachleuten ab, denen sie begonnene Arbeiten übergeben oder abnehmen. Ihre Aufgaben, Vorschriften und Sicherheitsauflagen entnehmen sie englischen Unterlagen und sie verständigen sich auch in dieser Sprache. Damit die Nutzer die Systeme selbständig und richtig gebrauchen können, werden sie von den Elektronikern für luftfahrttechnische Systeme genauestens unterwiesen.
Ausbildung Fluggerätelektroniker/in
3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Der Beruf ist aus dem früheren Beruf Fluggerätelektroniker entstanden.
Das gesamte Ausbildungs- und Prüfwesen hat sich in diesen neuen industriellen Elektronischen Berufen geändert: Die Prüfungen sind praxisbezogener; das Ergebnis der Zwischenprüfung am Ende des 2. Ausbildungsjahres zählt bereits 40 % zur Gesamtnote, das dann in der Abschlussprüfung erzielte Ergebnis die anderen 60 % zur Gesamtnote.
Die Hälfte der Zeit wird (gemeinsam mit allen anderen ElektronikerInnen) für das Lernen der Kernqualifikationen gebraucht: Das sind dies die wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten, die man in allen Elektroniker-Berufen braucht. Dazu gehört z.B. die genaue Kenntnis der Sicherheits-, Umweltschutz- und Gesundheitsschutzvorschriften bei der Arbeit, die genaue Kenntnis von Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel. Die andere Hälfte der Zeit wird für die berufsspezifische Ausbildung gebraucht.
Anforderung
Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen.

Logisch denkend, Interesse für Mathematik und Physik, Sinn für Systematik und Gründlichkeit, Sorgfalt, Ruhe und Geduld, keine Farbenblindheit.
Entwicklungsmöglichkeiten
Spezialist/in z.B. für Steuerungen, Bremssysteme, Instrumentenlandesysteme; Industriemeister/in, Techniker/in; Bachelor of Engineering; Unternehmer/in.
Berufskunde Jobmedia
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