Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Ersetzt Energieelektroniker/in (Gebäude- und Infrastruktursysteme)
Berufsbeschreibung
Die Elektronikerinnen und Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme kommen in den verschiedensten Gebäuden zum Einsatz. Das können Wohngebäude, Kranken- oder Geschäftshäuser, verkehrstechnische Anlagen oder Industrieanlagen sein. Überall sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf der Infrastruktur. Damit sind verschiedenste Aufgaben verbunden, denn die Infrastruktur besteht aus mehreren Systemen wie etwa Lüftungs-, Heizungs-, Elektrizitäts- und Sicherungssystemen oder auch Klimaanlagen.

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme kontrollieren und pflegen all diese Systeme, damit keines davon unerwartet ausfällt, was meist nachteilige Folgen hat. Deshalb nehmen sie auch Störungsmeldungen entgegen oder führen selbständig Kontrollen durch. Wenn die Elektroniker dabei Systemteile sehen, die einen funktionsschwachen oder materialmüden Eindruck machen, wechseln sie sie vorsichtshalber aus, damit es nicht zu einem gefürchteten Systemeinbruch kommt. Ist kein Ersatzteil da, stellen sie es in ihrer Betriebswerkstatt selbst her. Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme kennen die Sicherheitsvorschriften genau und arbeiten selbständig. Dabei ist immer ein klarer Kopf gefragt, denn es gilt z.B. auch, Schaltanlagen richtig zu beschriften, damit sie das zuständige Personal sicher bedienen kann.

Während 21 Monaten, also der Hälfte ihrer Ausbildungszeit, werden sie in den sogenannten Kernqualifikationen unterrichtet: Das sind Qualifikationen, die für alle industriellen Elektroberufe als wichtig erachtet werden. Dazu gehören unter anderem Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz sowie das Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel.
Ausbildung Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule.
Das gesamte Ausbildungs- und Prüfwesen hat sich in diesen neuen industriellen Elektronischen Berufen geändert: Die Prüfungen sind praxisbezogener; das Ergebnis der Zwischenprüfung am Ende des 2. Ausbildungsjahres zählt bereits 40 % zur Gesamtnote, das dann in der Abschlussprüfung erzielte Ergebnis die anderen 60 % zur Gesamtnote.
Die Hälfte der Zeit wird (gemeinsam mit allen anderen ElektronikerInnen) für das Lernen der Kernqualifikationen gebraucht: Das sind dies die wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten, die man in allen Elektroniker-Berufen braucht. Dazu gehört z.B. die genaue Kenntnis der Sicherheits-, Umweltschutz- und Gesundheitsschutzvorschriften bei der Arbeit, die genaue Kenntnis von Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel. Die andere Hälfte der Zeit wird für die berufsspezifische Ausbildung gebraucht. Die Note der Zwischenprüfung zählt bereits für die Abschlussprüfung.
Anforderung
Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen.

Interesse an technischen und elektronischen Systemen, logisches Denken, handwerkliche Geschicklichkeit, systematisches Vorgehen, Gründlichkeit, technisches Verständnis, Mobilität (wechselnde Arbeitsorte), Zuverlässigkeit, keine Farbenblindheit.
Entwicklungsmöglichkeiten
Industriemeister/in, Ausbilder/in; Techniker/in; Bachelor of Engineering; Master of Engineering, Unternehmer/in.
Berufskunde Jobmedia
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