Graphologe/-login

Graphologe/-login

Berufsbeschreibung
Den Charakter eines Menschen anhand seiner Schriftzüge zu entziffern ist Aufgabe von Graphologen und Graphologinnen. Und laut dem Berufsverband der Graphologen ist die Graphologie die einfachste psychologische Methode zur Diagnose einer menschlichen Persönlichkeit.

Dazu werden Schriftproben wie Briefe, Notizen, Grußkarten der Testperson untersucht. Die Schreibrichtung der Buchstaben, die Höhe der Oberlängen (Großbuchstaben) und Unterlängen (z.B. bei den Buchstaben g oder j) im Verhältnis zum Normalbuchstaben, die Zeilenausrichtung (nach oben, normal = parallel zum Papierrand, nach unten) – diese Eigenschaften des Schriftbildes sagen etwas über die Persönlichkeit des Schreibenden aus. Zur Gesamtbeurteilung eines Menschen bedarf es jedoch unbedingt weiterer Untersuchungen; ein graphologisches Gutachten allein reicht nicht aus, um einen Menschen rundum einschätzen zu können!

Graphologie ist hin und wieder im Bereich Personal gefragt, aber auch Pädagogen, Psychologen oder Therapeuten beschäftigen sich mit der Deutung des Schriftbildes.
Ausbildung Graphologe/-login
Ausbildung ist nicht geregelt, auch die Berufsbezeichnung "Graphologe/-login" ist frei.
Fernlehrgang über 14 Monate an privaten Instituten; Grund-, Aufbau und Professional-Kurs über den Berufsverband der Graphologen (11 Monate). Dauer der Ausbildung hängt vom Lernfortschritt des Teilnehmers ab.
Anforderung
Empfehlung: mittlere Reife und abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur.

Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt, psychologisches Interesse, Vorurteilslosigkeit, Freude am Umgang mit Menschen und am Lesen, Kenntnisse um Ausdruck und Rechtschreibung, Gründlichkeit, Ruhe und Gelassenheit.
Entwicklungsmöglichkeiten
Ausbilder/in, Institutsleiter/in, eigenes Institut.
Berufskunde Jobmedia
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