Maskenbildner/in

Maskenbildner/in

 
Berufsbeschreibung
Kein Schauspieler geht ungeschminkt auf die Bühne. Das Scheinwerferlicht ließe ihn sonst, so ganz ohne Puder, unvorteilhaft erscheinen. Und es geht ja nicht nur um die Gesichtsfarbe, auch Bärte, Augenbrauen, Falten, Haartracht müssen stimmen. Ein Jähzornsauftritt ist von weitem, auf einer Bühne weniger deutlich zu erkennen, wenn die Augen, Mund und Augenbrauen nicht durch Schminke betont sind. Natürlich kann keine fehlende oder fehlerhafte Maske die große Leistung eines Sängers, Tänzers oder Schauspielers wirklich schmälern, doch die gewünschten Illusionen kann eine kunstgerechte Maske sehr stärken.
Die Maskenbildner und -bildnerinnen gestalten die Maske in Zusammenarbeit mit der Regie, dem Bühnenbildner und der Kostümbildnerin. Sie frisieren auch die Darsteller und Darstellerinnen und frischen die Masken während der Dreharbeiten oder Theatervorführungen auf.
Eine gute Maskenbildnerin, ein guter Maskenbildner entwickelt viel Feingefühl im Umgang mit den Künstlern und bringt gute Ideen für die Maske ein.
Ausbildung Maskenbildner/in
3 Jahre: Lehre im Theater, Film- oder Fernsehstudio.
8 Semester: Studium Hochschule für bildende Künste.
Auch an Privatschulen ist eine Ausbildung möglich.
Anforderung
Abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung (z.B. Friseur, Kosmetiker, Kostümbildner) vorteilhaft; die Ausbildungszeit kann um 1 Jahr verkürzt werden. Oft wird die Hochschulreife verlangt.

Geschickte Hände und Finger, gestalterisches Talent, Interesse für künstlerische Darbietungen, Tastsinn, Diskretion und Taktgefühl, Sinn für Kulturgeschichte, Ausgeglichenheit und Geduld.
Entwicklungsmöglichkeiten
Chef-Maskenbildner/in, Kulturmanager, Geschäftsführer/in, Produzent/in.
Berufskunde Jobmedia
© Berufskunde-Verlag der Alfred Amacher GmbH, Küssaburgstraße 20, DE-79801 Hohentengen