Textiltechnologe/-in EFZ – Veredlung

Textiltechnologe/-in EFZ – Veredlung

 
Berufsbeschreibung
Textilien sollen farbig, glänzend, wasserabstossend, luftdurchlässig oder gerade nicht, reissfest, waschmaschinenfest und vieles mehr sein. Textiltechnologe und Textiltechnologin der Fachrichtung «Veredlung» behandeln, färben, bedrucken und appretieren (mit Glanz und Festigkeit versehen) alle natürlichen, künstlichen und synthetischen Textilfasern oder die daraus hergestellten Produkte. Im Labor analysieren sie das Gewebe oder die Textilfaser, berechnen Rezepte, untersuchen und bestimmen Farben, Appreturmittel und Chemikalien. Im Betrieb richten sie die Anlagen ein und setzen die benötigten Lösungen und Färbebäder an. Sie steuern und überwachen den Veredlungsprozess.

Textiltechnologen und -technologinnen sind mit der Entwicklung, industriellen Verarbeitung, Veredlung und der Prüfung von Fasern und textilen Flächen betraut. Sie führen oder bedienen Anlagen, überwachen Prozesse, prüfen und analysieren Qualitätsstandards, beteiligen sich an Neuerungen und denken und handeln stets wirtschaftlich.
Ausbildung Textiltechnologe/-in EFZ – Veredlung
Die berufliche Grundbildung dauert 3 Jahre in einer der dargestellten Fachrichtungen. Den Berufsfachschulunterricht besuchen die Lernenden aller Fachrichtungen zu rund 80% gemeinsam. In speziellen Themenblöcken werden die fachspezifischen Kenntnisse unterrichtet.

Der Beruf «Textiltechnologe/-in» ist in fünf Fachrichtungen unterteilt: Verarbeitung, Veredlung, Mechatronik, Seil- und Hebetechnik sowie Design.


Es gibt auch eine verkürzte, 2-jährige Grundbildung «Textilpraktiker/in EBA». Abschluss: eidg. Berufsattest. Siehe entsprechendes Berufsbild.
Adressen

Firma / Schule Ort
swisstulle AG Münchwilen
Anforderung
Abgeschlossene Volksschule, mittlere oder oberste Stufe, mit guten Leistungen im Rechnen.

Gutes Farbempfinden (keine Farbenblindheit), Freude an Maschinen und elektronischen Geräten, technisches Verständnis, Interesse an Chemie und Physik, Interesse an textilen Materialien, handwerkliches Geschick, Beobachtungsgabe, exakte Arbeitsweise, Ausdauer, Zuverlässigkeit.
Entwicklungsmöglichkeiten
Es bestehen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, unter anderem bei der Schweizerischen Textilfachschule (STF) in Wattwil, Zürich und St. Gallen: Textilkaufmann/-frau STF, dipl. Textilwirtschafter/in HF (Bachelor Hons in Textile Business Management), Techniker/in HF Textil Fashion Design & Technology.

Andere Möglichkeiten: Höhere Fachprüfung als Textilmeister/in, Mechanikermeister/in oder Industriemeister/in. Ausbildung als Techniker/in HF Unternehmensprozesse - Betriebstechnik. Studium an einer Fachhochschule als Maschineningenieur/in BSc FH, Chemiker/in BSc FH.

Aufstieg: Gelernte Berufsleute übernehmen bei Eignung meist bald Positionen des mittleren Kaders: Leiter/in des Prüflabors, Betriebsleiterassistent/in, Betriebsleiter/in, Abteilungsleiter/in, Ausbilder/in.
Berufskunde Jobmedia
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